NOK hat jetzt auch Fans in Griechenland

FotoKronberg. Das schönste Geschenk zum 25-jährigen Bestehen ihres Orchesters haben sich die Musiker selbst gemacht: Anlässlich ihres Jubiläums brach das Neue Orchester Kronberg (NOK) nach Ostern zu einer Konzertreise nach Griechenland auf. "Wir sind froh, den Mut gefunden zu haben, so eine große Reise auf uns zu nehmen. Solch ein Vorhaben ist immer mit einer umfangreichen Vorbereitung verbunden, die für uns bereits ein Jahr zuvor begann", erzählte Claudia Seibert, Vorsitzende des NOK. Der Kontakt zu den Auftrittsorten kam durch ein Mitglied des Orchesters zustande, das Verwandtschaft in Griechenland hat.

Nachdem die Organisation geklärt und das Programm für die elftägige Reise gestaltet war, konnte es Ende März für die 25 Musiker und einige weitere Teilnehmer losgehen. Die erste Hürde mussten die Musiker bereits am Flughafen nehmen, als sie mit ihren Celli das Flugzeug betraten. Da die Instrumente nicht im Gepäckraum untergebracht werden dürfen, mussten extra Flugtickets gekauft werden. "Es war ein kleines Chaos im Flugzeug, bis wir die großen Instrumentenkoffer auf den Sitzen verstaut hatten. Aber schließlich wünschte uns sogar der Pilot per Lautsprecher eine erfolgreiche Konzertreise", erzählte Claudia Seibert begeistert.

Das erste der insgesamt fünf Konzerte in Griechenland gab das Streichorchester in Athen am "American College of Greece", bevor es weiter zum Peloponnes ging. Den wohl schönsten Auftritt hatte das Orchester dort im antiken Theater von Epidauros mit seinem faszinierenden Ambiente. Dort erlebte das Orchester allerdings auch, dass Pünktlichkeit im Gegensatz zu Deutschland in Griechenland nicht allzu wichtig genommen wird. "Unser Konzert begann um 20 Uhr vor recht wenigen Zuhörern. Nach und nach tröpfelten schließlich die Gäste ein, so dass die Reihen gegen 21 Uhr voll besetzt waren. Von dieser Unruhe haben wir uns aber nicht ablenken lassen", berichtete Margarita Kopp, Geschäftsführerin des NOK.

Einen schönen Abschluss bildete das stimmungsvolle Konzert anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der deutschen Schule in Thessaloniki, das gemeinsam mit dem Schulchor und einigen Mitreisenden, die sich kurzfristig zu einem Chor zusammengeschlossen hatten, gestaltet wurde.

Während ihrer Reise erlebten die Kronberger Griechenland als ein sehr gastfreundliches Land, in dem sie stets herzlich empfangen wurden. Vor allem das Arrangement griechischer Tänze, das von Dirigent Karl-Christoph Neumann zeitaufwendig überarbeitet worden war, kam beim Publikum sehr gut an, ebenso wie der Kantatensatz von Bach.

Auch wenn die Reise für die Musiker sehr anstrengend und fast komplett durchgeplant war - Zeit für ein wenig Sightseeing gab es dennoch. "Es war eine tolle und harmonische Reise. Bis wir allerdings wieder den Mut haben, solch eine große Herausforderung auf uns zu nehmen und zu einer weiteren Konzertreise starten, wird es wahrscheinlich noch ein wenig dauern", sagte Claudia Seibert.

In Kronberg tritt das NOK wieder am 21. September im Rahmen des Preisträgerkonzerts des Lions-Clubs Kronberg auf. (shs)

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